¿ qué es lo más inteligente que puedes hacer en tu vida?
https://www.instagram.com/reel/C9Ir16VNoRA/?igsh=MWc1OHE3b3h4b2F4Zw==
Zur Person
Im Frühling 2020 konnte ich, Roger 52 (d, f, e, sp, it), Markthändler, Unternehmer (rucci-crepes.ch/churrito.ch), Ökonom, Improvisations-Musiker, Schriftsteller («Sarang, eine Reise ins Innere») eine alte Mühle erwerben mit Wohnhaus, grossem Garten, Gartenhaus und Scheune. Es war ein Ort gefunden für die Anhänger des Marktgeschäftes, gleichzeitig auch Warenlager, Wohnung und hoffentlich noch mehr.
Vision
Weil von Anfang an ging die Vision weiter als das. Bis heute war die Zeit nicht reif dafür, verschiedene Voraussetzungen im und ums Haus waren nicht gegeben. Jetzt aber sind die Gebäude, ist das Sanitäre und die Strominstallation soweit instand gestellt, dass ich den Raum öffnen kann für die Vision von gemeinschaftlichem Leben. Wer diese Vision teilt und dabei aktiv mitgestalten möchte, darf sich melden. Ich bin offen für Entwicklungen in ganz verschiedene Richtungen, ob es eine Sommer-Gemeinschaft bleibt, eine permanente Lebensgemeinschaft sich bilden könnte, die an verschiedenen Orten zuhause ist, oder sogar eine Lebens- und Arbeits-Genossenschaft, welche gemeinsam wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Projekte verwirklicht. Von Land-Bewirtschaftung, Gelati-Produktion, Churros Verkauf auf Märkten und Festivals, ein eigenes Musik-Festival, von Tierhaltung bis zur Rennovation und dem Betrieb von (Gast-) Häusern kann ich mir viel vorstellen. Aber nicht top-down diktiert, sondern sich selbstorganisiert. Entscheidungen soziokratisch fällend. Ich kann mit meiner 20-jährigen Erfahrung als Unternehmer einfach beratend unterstützen. Damit so eine Organisation funktionieren kann, braucht es Leute mit viel Einsatzbereitschaft und Selbstverantwortung. Das heutige System – wie man es auch immer nennen mag, ob (Post-)Kapitalismus, Tech-Feudalismus (Varoufakis) oder Plutokratie – ist moralisch wie ökologisch am Ende. Ich habe darauf keine Lust mehr und möchte mithelfen, etwas ganz Neues aufbauen. Ich bin nicht gegen Geldwirtschaft an sich. Geld ist sogar eine sehr notwendige und willkommene Energie, um Veränderungen bewirken zu können. Es geht nicht darum, sich zurück in eine Tauschwirtschaft zu entwickeln. Auch nicht darum, sich abzukapseln und auf Selbstversorgung zu machen. Nein, es geht darum, mit guten Angeboten Geld zu verdienen und damit andere Werte zu verwirklichen. Die herrschenden Wertvorstellungen sind das Problem. Aber ich hab’s auch satt, dass einer an der Spitze alles Risiko trägt, alle Entscheidungen fällt und alle andern einfach gehorchen müssen. Diese Art der Organisation ist zwar sehr effizient, weil keine langen Diskussionen entstehen können, aber sie ist auch zutiefst undemokratisch, unterdrückerisch und unsozial. So kann keine Gemeinschaft entstehen. Es ist kein Zufall, sondern eine logische Folge des Systems, dass die Einsamkeit und die Distanziertheit unter den Menschen gross geworden ist.
Philosophie
Nach meiner Erfahrung in diversen WG’s und sonstigen (sehr temporären) Gemeinschaften wird gutes Zusammenleben und das Gefühl von Gemeinschaft nicht durch eine übergeordnete Philosophie oder Theorie ermöglicht, sondern nur durch gelebte Praxis. Über Emotionen und Erfahrungen. Aber auch wichtig, durch die Bereitschaft, sich selbst und sich als Gruppe zu reflektieren. Jede und jeder bringt seine Welt mit, die eigene Weltsicht. Diese Sichten können sich ergänzen, aber auch widersprechen. Deshalb braucht es viel Toleranz. Und die Bereitschaft, die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner als Aufgabe zu verstehen, vor der man nicht davonrennt. Weil ich als Gründer der möglichen Gemeinschaft naturgemäss am meisten Zeit und Geld investiert habe und mir deshalb in wichtigen (Investitions-Fragen) ein Veto-Recht vorbehalten werde, solltest Du meiner Weltsicht zumindest nicht diametral entgegenstehen. Einiges zur (politisch-ökonomischen Seite) meiner Philosophie ist schon gesagt, anderes findest du auch auf meiner Webseite, speziell in der Bachelor-Arbeit in VWL, welche die unsoziale und in ihrer Wichtigkeit unterschätzte Schweizer Geldpolitik zum Thema hat: «www.stoppt-die-nationalbank.net». Mehr zur geistig-spirituellen Seite meines Denkens würde sich finden in meinem 1996 verfassten Buch «Sarang». Das ist allerdings vergriffen; in der Landesbibliothek gibt es glaubs noch ein Exemplar. Ich kann ein pdf schicken bei Interesse. Wichtige Autoren/Werke waren für mich Werther von Goethe, Hermann Hesse, Spirituelle Traumarbeit von Llewellyn Vaughan-Lee oder Patañjali «die Wurzeln des Yoga». Auch etwas Castaneda hab ich mit Interesse gelesen.

Die letzten Jahre, Corona und jetzt die Kriege, haben viel Spaltung gebracht und waren besonders auch für mich sehr aufwühlend, weil die Schliessungen wirtschaftlich einschneidend waren. Und dann kam auch noch eine rufschädigende öffentliche Kampagne hinzu wegen einer missverständlichen Geste bei einer Demo. Anyway, für mich ist nicht so entscheidend, was du zu all den Themen denkst oder für wen Du Partei ergreifst. Wichtiger ist, dass du bereit bist, deine Überzeugungen zu hinterfragen und zu relativieren. Und nicht einfach den Kontakt abbrichst, weil jemand eine andere Ansicht hat als du. Niemand kennt das ganze Bild, niemand kennt die absolute Wahrheit. Das muss einem immer klar sein. «Ich weiss, dass ich nichts weiss». Wem dieses alte griechische Zitat nichts sagt, wäre wahrscheinlich nicht am richtigen Ort hier. Ich bin interessiert an der Welt des Denkens, aber vor allem auch an jener jenseits des Denkens, die in der Stille sich erst zeigt und entfalten kann. Als Eklektiker an (fast) allem interessiert, vor allem auch am Gegenteil meiner eigenen Überzeugung. Immer wieder Anfänger auch. Ohne Offenheit, Neugier und die Bereitschaft zur Relativierung der eigenen Position entsteht keine Einheit, sondern es entstehen Fronten, Streit, am Schluss Krieg. Auch im Kleinen. Frieden beginnt dort, wo ich mich wirklich interessiere für den andern und auch mit seiner anderen Weltsicht leben kann, sie dem andern zugestehe und akzeptiere. Vielleicht entsteht dann irgendwann auf diesem Weg Harmonie, tiefes gegenseitiges Verständnis; vielleicht Liebe. Liebe oder Harmonie dürfen ein Ideal sein, sie dürfen aber nicht zu einer moralischen Norm werden, sonst entsteht nur eine neue Form von Konformismus, Zwang und Unfreiheit.